VDR - Video Disk Recorder
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Alles in Einem: Sat-Receiver, Videorecorder, DVD-Recorder, Mediaplayer, usw.

Vorwort:
Es geschah im Jahre 2002: DVD-Recorder mit DVB-S-Tuner gab es damals noch nicht, 2 Einzelne Geräte über ein SCART-Kabel zu verbinden, war mir zuwider, da durch die mehrfache Wandlung von Digital nach Analog und wieder digital die Bildqualität miserabel war. Dazu kommt noch das hantieren mit mehreren Fernbedienungen und Timer zu programmieren war eine Katastrophe.
Einen Videorecorder hatte ich damals auch noch.
Über diverse Zeitschriften und Artikel im Internet bin ich dann auf die Software VDR gestossen.
Einziges Problem dabei: Selbst zum Testen benötigt man eine DVB-S-Karte mit MPEG-2 Decoder in Hardware, und diese Karte kostete damals 160 Euro!
Aber ich habe dann den Kauf einer solchen Karte nicht bereut, im Gegenteil: ich habe mir noch einige weitere Karten besorgt. Ein alten PC hatte ich dafür schon.

Allgemeines:
Die Software VDR gibt es mittlerweile in verschiedenen speziellen VDR-Distributionen und ist auch als Paket für viele Linux-Distributionen installierbar. Ich verwende LINVDR. Eine kleine Übersicht gibt es im VDR-Wiki.

Als Hardware eignet sich fast jeder ältere PC, Systemvoraussetzungen sind: CPU ab etwa Pentium 133, 128MB Ram, mindestens ein freier PCI-Steckplatz, CD-Rom oder DVD-Rom Laufwerk zur Installation, Festplatte ab 20GB, Infrarot-Empfänger für die serielle Schnittstelle oder USB, eine "alte" IR-Fernbedienung mit genügend Tasten und natürlich eine DVB-S PCI-Karte mit MPEG2-Decoder, z. B. Hauppauge Nexus.
Da die komplette Bildverarbeitung vom Hardware-MPEG2-Decoder durchgeführt wird, reicht als CPU ein Pentium ab 133 MHz aus. Empfehlenswert ist es, stromsparende Komponenten zu verwenden.
Sollen ausser den Grundfunktionen noch weitere Plugins installiert werden, ist der Rechner u. U. aufzurüsten. Vor allem rechenintensive Programme benötigen schnellere CPUs und mehr Ram, aber auch größere Festplatten sind dann nötig.
Ich verwende ein Pentium III-Mainboard mit einer 933MHz CPU und 512MB Ram, eine 120GB Festplatte, einen DVD-Brenner und neben der DVB-S-Karte mit MPEG-Decoder (auch Full-Feature genannt) noch eine DVB-S Karte ohne MPEG-Decoder (auch Budget genannt). Damit kann man schon so Einiges machen.
Die verwendete Full-Feature-Karte hat einen Jumperblock an dem sich das RGB-Signal für SCART und S/P-DIF für Digitalen Sound abgreifen lassen.

Features:
Mit der Grundausstattung ist bereits folgendes möglich:
- Fernsehen in digitaler Qualität. über RGB des SCART-Anschlusses.
- Fernsehton in Stereo oder auch Dolby Digital 5.1 über den S/P-DIF Ausgang.
- Zeitversetztes Fernsehen (Timeshift), Pausieren das Livebildes und "Vorspulen" bis zur aktuellen Szene.
- Aufnahme der laufenden Sendung auf Festplatte, Wiedergabe einer laufenden Aufnahme.
- Timeraufnahmen, flexibel programmierbar, auch mit VPS
- gleichzeitige Aufnahme mehrerer Programme vom gleichen Transponder (z. B. Pro 7 und Sat 1)
- Aufnahme und gleichzeitiges Fernsehen eines anderen Programms des gleichen Transponders
- Aufnahme eines Programms und gleichzeitige Wiedergabe einer anderen Aufnahme
- Videotext über OSD (das TV-Gerät muss nicht VT-fähig sein)
- Wiedergabe vieler Audio- und Videoformate von CD/DVD oder von USB-Laufwerken oder aus dem Netz (Streaming Client)
- Bereitstellen des Liveprogramms als Stream für einen weiteren Rechner im Netz (Streaming Server)
- Zugriff auf Aufnahmen auf der Festplatte für andere Rechner im Netz (Dateifreigabe)
- Schneiden von Aufnahmen (z. B. zum Entfernen von Werbung)
- Die Bedienung erfolgt vollständig über ein OSD (On-Screen-Display) und mit einer Infrarot-Fernbedienung, daher ist auch der versteckte Einbau der Hardware möglich.

Mit einer zusätzlichen "Budget"-Karte
-lassen sich auch Sendungen von verschiedenen Transpondern aufnehmen oder anschauen.

Mit einem DVD-Brenner
- lassen sich Aufnahmen ins DVD-Format umwandeln und brennen

Durch weitere Software-Plugins
- läßt sich so ziemlich alles nachrüsten

Weitere Hardware:
- Anschluß von diversen Displays
- weitere Festplatten um die "Aufnahmekapazität" zu erhöhen
- mehrere weitere Budget-Karten um so auch 3 oder 4 Programme gleichzeitig aufnehmen zu können, dafür müssen aber auch genausoviele PCI-Steckplätze vorhanden sein
- zusätzliche Hardware im Selbstbau, so ist es z. B. möglich das "Ambilight" von Philips auch für andere Geräte "nachzurüsten"


Linkliste:

http://de.wikipedia.org/wiki/Video_Disk_Recorder - Wikipedia-Artikel über VDR
http://www.vdr-wiki.de/wiki/index.php/Hauptseite - Wiki speziell zum Thema VDR
http://vdr-portal.de/board/portal.php - Portal mit vielen Infos zum VDR
http://linvdr.org/ - LINVDR-Distribution zum Download
http://www.heise.de/ct/projekte/machmit/ctvdr/wiki - Projektseite der Zeitschrift c't
http://www.tvdr.de/ - Projektseite des "VDR-Erfinders" Klaus Schmidinger